Allgemein

Von (feministischen) Körper_praxen Nähe und Distanz(losigkeit)

Ein persönlicher Text über Grenzen des Redens, Wahrnehmung von Körpern und sogenannte
feministische Selbstermächtigung.

Immer wieder stelle ich mir – gerade in den Politkontexten, in denen ich mich bewege – die Frage: Bin ich
einfach nur spießig oder haben meine Probleme eine Daseinsberechtigung?

Ich kann und will manchmal einfach nicht..

Nicht in den Kreis kommen, nicht sprechen, nicht umarmt werden, mich nicht vor anderen Menschen ausziehen, nicht in Gruppen bleiben und nicht erklären, vor allem das nicht. Warum und weshalb ich mich in manchen Situationen, die für andere vielleicht vollkommen unproblematisch sind, total unwohl oder mindestens überfordert fühle, kann nicht in zwei Sätzen erklärt werden.
Ich weiß, dass das bei vielen anderen auch so ist. Die Komplexität diverser Gefühlswelten kann nicht in Worten eingesperrt werden. Manchmal erfordert ein Verständnis dafür die Kenntnis einer halben Biographie.
Und trotzdem drängt sich mir oft das Gefühl auf: Dass das nicht so sein darf. Gerade was Probleme mit Körper, mit Körperlichkeiten, mit Nähe und mit Distanz angeht, stehe ich oft vor Inhalten à la „Du musst Dich doch respektieren“.
Emanzipative Werte, feministische Selbstermächtigung und so.
Wo bleibt der Raum dafür, das nicht zu können, oder vielleicht auch gar nicht zu wollen?
Ich möchte nicht mit meinem Körper klar kommen müssen.
Der Druck, den das aufbaut, ist für mich nahezu unerträglich und führt dazu, dass ich mich oft aus feministischen Kontexten zurückziehe, obwohl es die Räume sein sollten, in denen Leute wie ich sich sicher fühlen können sollten.

Nackt

Ich möchte mein Problem anhand eines Beispiels verdeutlichen:
Ich lasse mich manchmal auf Sachen ein, ohne mir der Konsequenzen im Klaren zu sein.
Beispielhaft dafür steht ein Ereignis, das es bei einem einwöchigen, campmäßigen FLT* Klettertraining gab, was sich aber in ähnlicher Art oft wiederholt:
Es war die ganze Zeit unfassbar heiß und der Plan unglaublich gefüllt. Mitte der Woche forderte dies Tribut.
Allen war die Anstrengung, von der brütenden Hitze des ostdeutschen Hochsommers und dem vielen Input, deutlich anzumerken. Die Kombination mit kollektiven Magen-Darm-Beschwerden, Schlafmangel und spannungsgeladenen Gruppendynamiken brachte alle an ihre Grenzen.
Wie so oft in unbekannten Gruppen hielt ich mich aus vielem heraus und beobachtete, wie anhand einer nicht getöteten Zecke eine wilde Diskussion entbrannte. Ich saß da und versuchte irgendwie von meinem ganz eigenen Trip herunterzukommen, mich vom morgendlichen Klettern zu beruhigen, das aus meiner Sicht vollkommen schief gelaufen war.
Dadurch verpasste ich irgend einen Entscheidungsfindungsprozess, denn plötzlich hatten sich ungefähr 90% der Gruppe darauf geeinigt mit dem Auto zum nah gelegenen See zu fahren und dort die nachmittägliche Knotenkunde durchzuführen (mein größtes Problemfeld) und ein bisschen runterzukommen. Ich widersprach nur mit „ich will nicht baden“, ließ mich aber dann wohl oder übel doch auf den Ausflug ein.

Ich wollte nicht an den See, weil ich bestimmte Situationen vermeiden wollte.

Ich wollte mich nicht vor den Leuten ausziehen (und auch nicht halb), weil ich ein sehr direktes Problem mit meinem Körper habe, und nicht möchte, dass andere ihn so sehen, wie er für mich nicht ist. Nicht weil ich dachte andere würden über irgendetwas urteilen, sondern weil es sich falsch, fast wie eine Lüge mir selbst und anderen gegenüber, anfühlt.
Außerdem waren mir die Leute zu fremd, um anders zu handeln oder dieses Gefühl nicht zu haben. Körper und Geist geben sich bei mir nicht die Hand, sondern haben eine ausgeprägte Hassliebesbeziehung. Dazu später mehr.

Blicke?

Ich wollte auch nicht sehen, wie andere schwimmen gehen, aus Angst sie, ihre Körper und ihren Umgang damit auf eine verletzende Weise anzuschauen – weil ich mir so oft wünschte, dass ich das auch könnte, ihn einfach annehmen, ohne Angst die Kontrolle zu verlieren und oft denke, mir bei anderen etwas abgucken zu können. Ich sollte mich freuen, wenn es anderen Menschen zu gelingen scheint, stattdessen stimmt es mich nachdenklich.
Vielleicht auch, weil es für Viele so selbstverständlich ist, ihren Körper in Ordnung zu finden, mit ihm zu harmonieren, und es so oft viel zu wenig Raum gibt, wenn dieses Instrument der Selbstermächtigung nicht funktioniert.
Aber wie sollte ich das von jetzt auf gleich Menschen erklären, die mir nahezu fremd waren? Und wollte ich schuld daran sein, dass sie nicht an den See fahren konnten? Wohl eher nicht.

Dann dort – für einige sehr unerwartet, für mich eine Befürchtung bestätigend – entschieden einige vollkommen nackt zu baden, weil sie das offenbar für einen Raum hielten, in dem nicht gefragt werden muss, ob das für alle klar geht, obwohl es keine Möglichkeit gab einfach wegzugehen. Ich drehte mich erst auf den Rücken, und schaute in den Himmel, und als ich drei Mal angesprochen wurde mit: „komm doch auch ins Wasser“ und drei Mal sagte „Nein! Ich möchte mich nicht ausziehen.“, auf den Bauch.
Das war nicht der Raum, in dem ich meine Bedenken klarer äußern wollte und ich fand auch, dass ein „Nein“ keiner Rechtfertigung bedürfe.
Während ich so ins Gras starrte, fragte ich mich immer wieder, ob das nicht doch was damit zu tun haben könnte, dass ich irgendwie prüde oder spießig bin, oder einfach nur nicht die richtige Einstellung zu Nacktheit gefunden habe. Und ja. Vielleicht ist es letzteres: Es funktioniert für mich nicht, mir zu sagen, dass egal ist, wie ein Körper aussieht, wie er wahrgenommen wird, oder was andere dazu sagen, weil er eine individuelle Sache ist. Vielleicht ist genau das für mich einfach nicht egal.
Es ist nicht das Ausziehen oder das Präsentieren, es ist mehr eine Form der Distanzlosigkeit daran, die ich nicht zuordnen kann. Für mich ist es etwas extrem Intimes, nackt zu sein, nicht zu verdecken. Alleine schon keinen Binder zu tragen ist für mich eine Art der Offenbarung, die ich für mich in den meisten Kontexten problematisch finde, weil ich eben keine Lust habe, dadurch entstehende Missverständnisse in der Lesart meines Körpers ständig zu erklären.

Nähe und Distanz

Meine Probleme mit Körper, Körperlichkeiten und Nähe sind aber nicht auf eine optische Wahrnehmung beschränkt.
Für mich ist es generell oft problematisch, in Gruppen mit Menschen zusammenzuarbeiten, die ich nicht einschätzen kann.
Zum einen neige ich dazu, mich mit anderen zu vergleichen. Das versuche ich abzustellen, aber es geht eben nicht immer. Zum Anderen ist da der Raum.

Ich bin im Raum und in_mit meinem Körper ständig orientierungslos, weiß nicht, wo ich stehe. Entweder ich
renne alle um, oder allen davon.
Mein Körper ist immer irgendwie etwas Fremdes, etwas was zwar Teil von mir ist, aber nicht zu mir gehört, etwas, über das ich ständig die Kontrolle verliere und dann tue ich anderen weh. Ich meine nicht, dass ich ausraste, oder so, sondern, dass ich manchmal einfach nicht weiß, wo ich bin und das dann negative Folgen für Menschen haben kann. Ein Ellenbogen ist schneller im Gesicht, als eine dicke Lippe geheilt.

Angst

Ich habe ständig Angst jemandem weh zu tun, Grenzen zu verletzen, Distanz auch physisch nicht richtig einzuschätzen. Die Angst schwingt immer mit.
Ich weiß nicht, wo Grenzen sind, und weil mein Körper so fremd ist, etwas das ich nicht kontrollieren kann, nie konnte, brauche ich viel Energie, um mich zu orten. Deshalb brauche ich auch viel Distanz, auf eine Weise.
Sonst bin ich überfordert. Auch aus dem Grund kann ich mit WarmUps und Dingen, die im Raum passieren (z. B. stille Diskussion) oft sehr wenig anfangen, weil ich es nicht schaffe, daran teilzunehmen. Inzwischen weiß ich das, und versuche es nicht mehr, statt wie früher so oft, überfordert mitten im Weg stehen zu bleiben. Auf andere Weise brauche ich gerade deswegen aber auch eine Art Nähe, Vertrautheit, die Bestätigung: Es ist ok, wie du bist.

Empowerment

Für mich ist Klettern generell eine Art Sinnbild für das, was mich in meinem Alltag außerhalb vom Gurt so sehr beschäftigt: und Erleichterung, es mit Hilfe einiger kleiner Stupser in die richtige Richtung für mich entdeckt zu haben.
Klettern an sich hat ein wahnsinnig großes Repertoire an möglichen, aber größtenteils harmlosen Verletzungen, wie umgeknickten Fingern, Ratschern, Schürfwunden und blauen Flecken. Das Gute: in den allermeisten Fällen bin ich selbst betroffen, und niemand anders. Ich allein bin dafür verantwortlich, wenn mir etwas passiert. Und wenn ich auf meine Körperprussik greife und mir noch nicht mal Handschuhe anziehe, dann ist das meine eigene Schuld, wenn es Brandblasen der unterschiedlichsten Stufen gibt und ich jedes Vertrauen in meine Technik verliere.

Ich mag es, weil es so schwer ist, wie Du es Dir machen möchtest, weil es möglich ist langsam und stetig und immer wieder neue Sachen zu probieren und Techniken zu verbessern – in deinem eigenen Tempo.
Langsam ist für mich genau so gut, wie wenn ich weiß, dass ich niemanden Umgrätschen, oder aus Versehen zu Boden werfen kann.
Es ist eine Möglichkeit, mehr Kontrolle über meinen Körper zu bekommen:
Für mich ist es eine wahnsinnig empowernde Aktionsform, mit einem unglaublichen Potenzial.
Und sie gibt den Raum eben nicht bedingungslos mit dem eigenen Körper einverstanden zu sein, ohne dabei ständig von feministischer Selbstermächtigung zu reden oder diese zu fordern – in einem Sinn auszulegen, in dem sie eben nicht allen gut tut.


Solidarische Kritik, Feminismus und Cistemausfall


Und das ist doch was ich will: Mich nicht für das Missverhältnis zwischen Nähe, Distanz, meinem Körper und anderen Bedürfnissen rechtfertigen müssen, sondern auch damit sein können.
Ich erwarte keine bedingungslose Rücksichtnahme auf meine persönlichen Ticks, kein Auffanglager für meine „Probleme“, sondern fände es einfach schön, wenn es reicht ein Mal „Nein“ zu sagen, wenn es ok ist nicht im Kreis zu stehen, ohne dass es kommentiert werden muss. Manchmal kann ein schweigender Blick, der eine Kenntnisnahme ausdrückt viel hilfreicher sein, als der Versuch mit Worten etwas aufzufangen, das vielleicht grade gar nicht aufgefangen werden möchte. Und ich wünsche mir noch viel stärker, eine solidarische Kommunikation von individuellen Grenzen und Räume dafür, ein Hinterfragen von Grundannahmen.
Ich wünsche mir einen Feminismus, der nicht über Körperlichkeiten funktioniert und eine Welt, in der es möglich ist, einfach zu Sein, kein Druck, eine Welt, in der ein Nein, auch dann akzeptiert wird, wenn es an Stellen kommt, an denen ein Ja Grundannahme ist, eine Welt, in der Körper nicht gelesen werden, oder vielleichteinfach nur mehr Zeit zum Kletterngehen

Welcome to Utopia – kleine Geschichten aus dem Alltag 2

Eine sehr empowernde Klolektüre. Obwohl Girl* nicht so richtig passt, immer wieder für ein paar Warme Gedanken.

Nette Aufmunterung einer Freundin, auch wenn Girl nicht so richtig passt.

Welcome to Utopia – kleine Geschichten aus dem Alltag 1

-Die Welt ist voll von tollen Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet- (Pippi Langstrumpf)

und manchmal ist es wirklich nötig, das kleine Bisschen Utopia zu finden.

Es ereignet sich in einem wundersamen Fahrradladen. Ich gehe hinein, um mir sagen zu lassen, was mein herzallerliebstes Drahteselein denn hat, dass das Tretlager so lose ist. Die Diagnose ist niederschmetternd: Es ist vollständig hinüber und muss ersetzt werden.
Wie soll ich das nur von meinem nicht vorhandenen Geld finanzieren? Der Schock sitzt tief, bis – ja bis- zu dem Zeitpunkt, zu dem ich meinen Abholschein ausgestellt bekomme und der Mensch dort mich fragt: „soll ich Herr oder Frau schreiben?“.
Weder peinlich berührt, noch mit irgendeiner Wertung in der Stimme, so als sei es das Alltäglichste der Welt.
Ich antworte „am besten nichts von Beidem“ und die Person antwortet „in Ordnung.“.
noch Tage später, freue ich mich über die unerwartete Nachfrage.

Gefangen zwischen Rahmen

Da ist diese eine Welt. In der ich lebe.
Da ist diese andere Welt. Die ich mir wünsche.
Wo ist die Brücke, die Mischung? Warum gibt es nur dieses düstere Tor zwischen den Rahmen und so wenig Raum dazwischen? Ein Text über den Rahmen.

Wieder einmal stehe ich draußen und wische mir die Tränen der Wut mit der geballten Faust aus dem Gesicht, oder nein: Ich vermische sie dort mit dem Schmutz des Tages.
Das sieht bestimmt unpassend aus. Ich muss mir mein Gesicht waschen.
Ich muss gar nichts.
Emotionen zulassen, statt sie zu verbergen. Aber dann auch die fragenden Blicke aushalten, die erdrückend auf mir liegen? Ich will nichts erklären, kann ja doch niemand helfen.

Es gibt keine Lösung. Aber irgendwann muss ich wieder rein gehen.

Diese Welt, in der ich bin, ist nichts für mich. Wie oft ich das schon gedacht habe?
Ich weiß es nicht.
Ich fühle mich gefangen. In Ihr. Geworfen in eine Welt, in die ich nicht hineinpasse, in einem Rahmen, den ich nicht sprengen kann, egal was ich versuche, irgendwie fühle ich mich unpassend und komme doch nicht raus. Wenn es doch mal klappt, fühle ich mich erdrückt von den Rahmen von Welten. Ich ecke an, gehe an Grenzen, aber komme nicht darüber hinaus. Ich versuche das Bild, die Normen zu ändern, mit ihnen zu brechen, sie vorbeiziehen zu lassen, aber der Rahmen… er bleibt. Kein Durchkommen durch die Mauer.
Irgendwas stimmt nicht mit mir. Andere Leute schaffen es doch auch ruhig zu bleiben, sich zu bewegen, und sich nicht ständig an den Widerhaken der Zweigeschlechternormen zu verletzen.
Oder haben sie einfach nur dickere Schutzanzüge und mehr Quetschungen als Fleischwunden? Wo ist der Schmerz, wo die Wut dieser ganzen tollen, starken Menschen? Haben sie wirklich alle gelernt sich langsam, mit der Säge in der Hand, die kleinen Zwischenräume zu suchen, die Angriffspunkte bieten ohne dabei aus dem Gleichgewicht zu geraten? Lecken sie so gut gegenseitig ihre Wunden, dass das reicht, um genug Kraft zu haben nicht stehen zu bleiben? Oder ist das Resignation? Oder einfach nur meine eigene Unfähigkeit zu erkennen, dass ich nicht allein mit meinen Gefühlen bin?

Entschlossen ziehe ich mein T-Shirt hoch und wische mit der Innenfläche mein Gesicht ab.
Offen sein. Ehrlich sein. Kein verdammtes Selbstmitleid. Sagen was stört. Weitermachen. Was bleibt auch übrig, wenn ich nicht erdrückt werden will vom Rahmen der Zweigeschlechternormen? Aufstehen und versuchen ihn zu sprengen, ihn immer wieder ein Stückchen wegdrücken, versuchen ihn zu durchlöchern. Das heißt auch Grenzerfahrungen machen und ja, auch Mal an Widerhaken stoßen, blaue Flecken bekommen. Aber vor Allem geht es nur in dem Verständnis, dass Andere das auch machen, eben nicht alleine.

Diagnose: „Identität: Gestört“

Es gibt mich nicht. Ich bin nicht vorhanden.
Auf dem Papier existiere ich nicht. Im Gesetz bin ich nicht vorgesehen. Im Alltag bin ich unsichtbar.
Es gibt keine Toilette für mich, keine Umkleidekabine, kein Sportteam (in den Sportarten, die ich mag), fast keine Veträge , kein Pronomen, keinen Platz in dieser Welt und auch in keiner Anderen.
Nur in der Psychologie gibt es mich, als die große Kategorie „Identitätsstörung“. Ich bin bestenfalls eine Störung. Subversiv eben. Der nervige Streifen auf dem Bildschirm, der nicht dahin gehört.
Wer mich auf Formularen übergeht, wer mich nicht nennt, wer mich als „krank“ bezeichnet, mir sagt, dass ich verrückt bin, und dass was ich fühle „gestört“ ist, sagt nur was im Diagnosebogen steht und ist im Recht. Das tut weh. Das macht verzweifelt. Das macht wütend.
Ich bin weder weiblich, noch männlich. Ich bin ich. Ich fühle nicht als eindeutig geschlechtliches Wesen. Deshalb falle ich auch nicht in das (mangelhafte) Transsexuellengesetz hinein. Ich würde gerne meinen gesetzlichen Namen ändern und den Geschlechtseintrag in meiner Personenstandsanzeige löschen. Aber das geht nicht. Weil es mich nicht gibt. Ich bin nicht vorgesehen.
In Deutschland muss alles nach Regeln laufen, wer aus dem Rahmen fällt, wird eben als „krank“ abgestempelt. „Eine Therapie wird schon helfen klar zu kommen.“
Nein. Wird sie nicht. Identität ist nicht therapierbar und ich brauche keine Hilfe.
So lange Staat und Gesellschaft das aber glauben, bin ich wohl unheilbar krank und muss jeden Tag wieder und wieder um meinen Stolz kämpfen, darum sein zu dürfen, darum mich nicht zu verbiegen, nicht zu brechen, darum leben zu dürfen und mich nicht von den Ellenbogen der Psychopathologisierung niederschlagen zu lassen.
Und wisst ihr was? Ich werde immer besser darin – auch dank eines Umfeldes, dass es mir leicht macht nicht umzukippen. Ein Schritt ist, laut zu sein! Stolz zu sein, auf Subversivität! Und ich bin nicht Allein! Es gibt uns nämlich Doch!